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Ursachen Ursachen beim Mann Behandlungen
 

Behandlungen

 
Ausgehend von den genauen Ursachen der Infertilität sind verschiedene Behandlungen möglich, auch wenn deren Erfolg sehr stark variieren kann. 

Medikamentöse Behandlung

Verschiedene Medikamente wurden im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte ausprobiert. Immer mit dem Ziel, die Zahl oder die Beweglichkeit der Spermien zu verbessern. Abgesehen von der Behandlung mit FSH (Hormoninjektionen) hat sich aber leider herausgestellt, dass die Erfolge häufig eher bescheiden sind. Der Facharzt kann aber trotzdem über einen begrenzten Zeitraum eine medikamentöse Therapie vorschlagen. Es sollten aber nicht die falschen Erwartungen geweckt werden.

Intrauterine Insemination (IUI)

IUI bedingt eine Präparation der Samenflüssigkeit auf verschiedene Weise, mit dem Ziel, eine höhere Konzentration an gut beweglichen Spermien zu erreichen, welche dann in die Gebärmutterhöhle gebracht werden. Dazu ist ein Timing der Ovulation der Frau mit Medikamenten nötig. Allerdings ist eine minimale Anzahl an beweglichen Spermien Voraussetzung, um überhaupt eine realistischen Chance für eine Schwangerschaft zu erreichen. Wird diese Schwelle nicht erreicht, bringt die IUI keine Verbesserung und sollte auch nicht angeboten werden. Bessere Erfolge werden erreicht, wenn die IUI bei psychosexuellen Problemen angewendet wird. Zum Beispiel dann, wenn ein Paar nicht zum optimalen Zeitpunkt selbst Verkehr haben kann. Dieser Zustand ist nicht so selten und häufig durch den Stress der gesamten Situation der Kinderlosigkeit mitbeeinflusst.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Unterschreitet die Anzahl normaler, beweglicher Spermien eine kritische Grenze, wird eine Befruchtung einer Eizelle unwahrscheinlich oder gar unmöglich. In solchen Fällen ist es nötig, ein einzelnes, gesundes Spermium in die Eizelle zu injizieren (ICSI). Dieser Vorgang ist nur ausserhalb des Körpers der Frau möglich und erfolgt im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF). Die ICSI wird seit den frühen 90er Jahren angewendet und stellt wahrscheinlich den grössten Fortschritt seit Einführung der In-Vitro-Fertilisation selbst (1978 erste Geburt) dar. Mit der ICSI werden in der Tat Eizellen mit Spermien befruchtet, welche auf natürlichem Wege nicht in der Lage wären, diesen Prozess in Gang zu bringen. Der Erfolg, die Geburt eines Kindes, hängt weitgehend vom Alter der Frau ab. 

Hodenbiopsie (Gewebsentnahme) mit Spermienextraktion (TESE)

TESE heisst "testikuläre Spermienextraktion" oder Spermienentnahme aus dem Hodengewebe. Dazu werden in einer Narkose mittels operativem Eingriff, welcher der Urologe durchführt, kleine Gewebeproben entnommen. Im Labor werden anschliessend die Proben untersucht und kryokonserviert (eingefroren), wenn valable Spermien vorhanden sind. Damit sind später Behandlungen mittels IVF und ICSI möglich. Diese Massnahmen sind nötig, wenn im Ejakulat keine Spermien zu finden sind. Entweder handelt es sich dann um einen Verschluss der Samenleiter (was günstiger ist) oder um eine Produktionsstörung. Wichtig bleibt festzuhalten, dass jede operative Gewebsentnahme immer so vorbereitet sein soll, dass eine Kryokonservierung möglich ist. Leider werden noch heute immer wieder Operationen gemacht nur um nachzuschauen, ob die Spermienproduktion funktioniert. In solchen Fällen ist es immer unpopulär, nachher nochmals eine Operation für die Kryokonservierung zu veranlassen. Wir arbeiten mit einem Team von Urologen zusammen, welche langjährige Erfahrung haben. Zudem ist bei jedem Eingriff eine Mitarbeiterin unseres Labors im Operationssaal anwesend und untersucht alle Proben sofort nach deren Entnahme. 

Vaso-Vasostomie (Rückoperation einer Unterbindung)

Es ist eine Tatsache, dass der Entscheid einer Unterbindung der Samenleiter nach einer gewissen Zeit wieder in Frage gestellt werden kann. Häufig nach mehreren Jahren und im Rahmen einer neuen Partnerschaft.

Für dieses Problem gibt es zwei Lösungen:

- Mikrochirurgische Wiederherstellung der Samenleiter durch den erfahrenen Facharzt für Urologie. Der Eingriff ist nur dann erfolgreich, wenn nachher wieder eine genügende Anzahl an beweglichen Spermien im Ejakulat auftreten. Leider ist solches nicht zu 100% gewährleistet. Weiter bilden sich nach Operationen häufig Anti-Spermien-Antikörper, welche eine Befruchtung von Eizellen später erschweren. Obwohl die sorgfältig ausgeführte Refertilisation unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskopes in der Mehrzahl erfolgreich ist, entnehmen wir immer während des gleichen Eingriffes einige Gewebsproben aus den Hoden, um damit Spermien im Sinne eines Backups einfrieren zu können.

- Hodenbiopsie als Alleineingriff: Wie oben beschrieben, werden lediglich Gewebsproben aus dem Hoden entnommen und eingefroren. Nach Extraktion der darin befindenden Spermien (TESE), können damit Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau befruchtet werden. Dieser Eingriff beim Mann ist minimal, allerdings bedingt dieses Vorgehen zwingend eine IVF-Behandlung bei der Frau.
Beide beschriebenen Vorgehensweisen haben ihren ganz spezifischen Stellenwert. Eine eingehende und umfassende Beratung des Paares, unter Berücksichtigung aller persönlichen Aspekte, ist besonders empfehlenswert! 

Operation einer Varikozele
Varikozelen sind Gefässveränderungen (vergleichbar: Krampfadern) im Hodenbereich. Die dadurch erhöhte Temperatur hat einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität. In bestimmten Fällen bewirkt eine Operation der Krampfader (heute meistens durch Embolisation) eine Verbesserung der Spermienzahl und/oder Beweglichkeit. Die meisten Schwangerschaften treten innerhalb 6 bis 9 Monate nach Operation auf. Es besteht aber eine grosse Abhängigkeit vom Alter der Frau. Sollte die Spermienzahl vor der Operation sehr tief sein, wird die Verbesserung nachher wahrscheinlich nicht ausreichen, um auf natürlichem Wege Erfolg zu haben. Eine genaue Beurteilung der Gesamtsituation vor einem allfälligen Eingriff ist somit wichtig! 

Spenderinsemination (Donogene Insemination; DI)
Einige nationale Gestzgebungen erlauben eine Behandlung mit Fremdspermien von einem Spender durchzuführen. Dazu muss das behandelte Paar verheiratet sein und es dürfen keine anderen Therapiemöglichkeiten bestehen. Wir verfügen in Athen über eine eigene Spenderbank Europas mit vielen eigenen Spendern. Gründe für eine Spenderinsemination: Meistens sind keine oder nur sehr wenige, funktionsuntüchtige Spermien vorhanden. Die Ursachen sind vielfältig: Genetische Probleme, Zustand nach Hodenkrebs, unbekannte Ursache.
 
 
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Ausgehend von den genauen Ursachen der Infertilität sind verschiedene Behandlungen möglich, auch wenn deren Erfolg sehr stark variieren kann. 

Medikamentöse Behandlung

Verschiedene Medikamente wurden im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte ausprobiert. Immer mit dem Ziel, die Zahl oder die Beweglichkeit der Spermien zu verbessern. Abgesehen von der Behandlung mit FSH (Hormoninjektionen) hat sich aber leider herausgestellt, dass die Erfolge häufig eher bescheiden sind. Der Facharzt kann aber trotzdem über einen begrenzten Zeitraum eine medikamentöse Therapie vorschlagen. Es sollten aber nicht die falschen Erwartungen geweckt werden.

Intrauterine Insemination (IUI)

IUI bedingt eine Präparation der Samenflüssigkeit auf verschiedene Weise, mit dem Ziel, eine höhere Konzentration an gut beweglichen Spermien zu erreichen, welche dann in die Gebärmutterhöhle gebracht werden. Dazu ist ein Timing der Ovulation der Frau mit Medikamenten nötig. Allerdings ist eine minimale Anzahl an beweglichen Spermien Voraussetzung, um überhaupt eine realistischen Chance für eine Schwangerschaft zu erreichen. Wird diese Schwelle nicht erreicht, bringt die IUI keine Verbesserung und sollte auch nicht angeboten werden. Bessere Erfolge werden erreicht, wenn die IUI bei psychosexuellen Problemen angewendet wird. Zum Beispiel dann, wenn ein Paar nicht zum optimalen Zeitpunkt selbst Verkehr haben kann. Dieser Zustand ist nicht so selten und häufig durch den Stress der gesamten Situation der Kinderlosigkeit mitbeeinflusst.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Unterschreitet die Anzahl normaler, beweglicher Spermien eine kritische Grenze, wird eine Befruchtung einer Eizelle unwahrscheinlich oder gar unmöglich. In solchen Fällen ist es nötig, ein einzelnes, gesundes Spermium in die Eizelle zu injizieren (ICSI). Dieser Vorgang ist nur ausserhalb des Körpers der Frau möglich und erfolgt im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF). Die ICSI wird seit den frühen 90er Jahren angewendet und stellt wahrscheinlich den grössten Fortschritt seit Einführung der In-Vitro-Fertilisation selbst (1978 erste Geburt) dar. Mit der ICSI werden in der Tat Eizellen mit Spermien befruchtet, welche auf natürlichem Wege nicht in der Lage wären, diesen Prozess in Gang zu bringen. Der Erfolg, die Geburt eines Kindes, hängt weitgehend vom Alter der Frau ab. 

Hodenbiopsie (Gewebsentnahme) mit Spermienextraktion (TESE)

TESE heisst "testikuläre Spermienextraktion" oder Spermienentnahme aus dem Hodengewebe. Dazu werden in einer Narkose mittels operativem Eingriff, welcher der Urologe durchführt, kleine Gewebeproben entnommen. Im Labor werden anschliessend die Proben untersucht und kryokonserviert (eingefroren), wenn valable Spermien vorhanden sind. Damit sind später Behandlungen mittels IVF und ICSI möglich. Diese Massnahmen sind nötig, wenn im Ejakulat keine Spermien zu finden sind. Entweder handelt es sich dann um einen Verschluss der Samenleiter (was günstiger ist) oder um eine Produktionsstörung. Wichtig bleibt festzuhalten, dass jede operative Gewebsentnahme immer so vorbereitet sein soll, dass eine Kryokonservierung möglich ist. Leider werden noch heute immer wieder Operationen gemacht nur um nachzuschauen, ob die Spermienproduktion funktioniert. In solchen Fällen ist es immer unpopulär, nachher nochmals eine Operation für die Kryokonservierung zu veranlassen. Wir arbeiten mit einem Team von Urologen zusammen, welche langjährige Erfahrung haben. Zudem ist bei jedem Eingriff eine Mitarbeiterin unseres Labors im Operationssaal anwesend und untersucht alle Proben sofort nach deren Entnahme. 

Vaso-Vasostomie (Rückoperation einer Unterbindung)

Es ist eine Tatsache, dass der Entscheid einer Unterbindung der Samenleiter nach einer gewissen Zeit wieder in Frage gestellt werden kann. Häufig nach mehreren Jahren und im Rahmen einer neuen Partnerschaft.

Für dieses Problem gibt es zwei Lösungen:

- Mikrochirurgische Wiederherstellung der Samenleiter durch den erfahrenen Facharzt für Urologie. Der Eingriff ist nur dann erfolgreich, wenn nachher wieder eine genügende Anzahl an beweglichen Spermien im Ejakulat auftreten. Leider ist solches nicht zu 100% gewährleistet. Weiter bilden sich nach Operationen häufig Anti-Spermien-Antikörper, welche eine Befruchtung von Eizellen später erschweren. Obwohl die sorgfältig ausgeführte Refertilisation unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskopes in der Mehrzahl erfolgreich ist, entnehmen wir immer während des gleichen Eingriffes einige Gewebsproben aus den Hoden, um damit Spermien im Sinne eines Backups einfrieren zu können.

- Hodenbiopsie als Alleineingriff: Wie oben beschrieben, werden lediglich Gewebsproben aus dem Hoden entnommen und eingefroren. Nach Extraktion der darin befindenden Spermien (TESE), können damit Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau befruchtet werden. Dieser Eingriff beim Mann ist minimal, allerdings bedingt dieses Vorgehen zwingend eine IVF-Behandlung bei der Frau.
Beide beschriebenen Vorgehensweisen haben ihren ganz spezifischen Stellenwert. Eine eingehende und umfassende Beratung des Paares, unter Berücksichtigung aller persönlichen Aspekte, ist besonders empfehlenswert! 

Operation einer Varikozele
Varikozelen sind Gefässveränderungen (vergleichbar: Krampfadern) im Hodenbereich. Die dadurch erhöhte Temperatur hat einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität. In bestimmten Fällen bewirkt eine Operation der Krampfader (heute meistens durch Embolisation) eine Verbesserung der Spermienzahl und/oder Beweglichkeit. Die meisten Schwangerschaften treten innerhalb 6 bis 9 Monate nach Operation auf. Es besteht aber eine grosse Abhängigkeit vom Alter der Frau. Sollte die Spermienzahl vor der Operation sehr tief sein, wird die Verbesserung nachher wahrscheinlich nicht ausreichen, um auf natürlichem Wege Erfolg zu haben. Eine genaue Beurteilung der Gesamtsituation vor einem allfälligen Eingriff ist somit wichtig! 

Spenderinsemination (Donogene Insemination; DI)
Einige nationale Gestzgebungen erlauben eine Behandlung mit Fremdspermien von einem Spender durchzuführen. Dazu muss das behandelte Paar verheiratet sein und es dürfen keine anderen Therapiemöglichkeiten bestehen. Wir verfügen in Athen über eine eigene Spenderbank Europas mit vielen eigenen Spendern. Gründe für eine Spenderinsemination: Meistens sind keine oder nur sehr wenige, funktionsuntüchtige Spermien vorhanden. Die Ursachen sind vielfältig: Genetische Probleme, Zustand nach Hodenkrebs, unbekannte Ursache.
 
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